Aus der modernen Schmerzforschung wissen wir heute, dass es
sich bei der Schmerzentstehung und Schmerzwahrnehmung um ein ganz komplexes
Gefüge aus verschiedenen Faktoren handelt:
erhöhte Aufmerksamkeit, Ängste und Sorgen, negative Gefühle führen dazu, dass über die Ausschüttung von Stresshormonen und Einflüsse auf die Schmerzverarbeitung die Schmerzen verstärkt werden, dass sich ein Schmerzgedächtnis bildet und so chronische Schmerzen entstehen können.
Langanhaltende oder immer
wiederkehrende Schmerzen können dann zermürben. Sie können
Gefühle der Angst,
depressive Verstimmungen,
Schlafstörungen,
Gedanken der
Hoffnungslosigkeit erzeugen und dazu führen,
dass sich ein Schmerzpatient
am liebsten zurückziehen möchte. Dies
verstärkt über eine Rückkopplung im Organismus chronische Schmerzen oder
erhöht das Risiko für eine Schmerzattacke (z.B. über wachsende Verspannungen,
anhaltende vegetative Aktivierung oder die Hemmung körpereigener
schmerzlindernder Systeme).
So fühlen sich viele Schmerzpatienten im Teufelskreis ihrer chronischen Schmerzen gefangen.
Mein Angebot: Mit Hilfe verschiedener psychologischer Techniken, v.a. aus der Hypnotherapie,
lernen Sie ganz individuell, den Schmerz zu
kontrollieren: Sie können schmerzlindernde Strategien einsetzen und so schmerzauslösende oder –verstärkende
Situationen bewältigen. Sie können ein Entspannungsverfahren erlernen, das Ihnen hilft,
muskuläre Verspannungen zu vermeiden oder abzubauen.
Mit Hilfe der Entspannung
fühlen Sie sich gelassener, können wieder besser schlafen und so leichter neue
Energie tanken.
Durch die Förderung von Gesundheit, Aktivität und
Genuss finden Sie wieder mehr Lebensfreude.
Im Rahmen des multimodalen Behandlungsangebots für Kinder mit chronischen Schmerzen im Sozialpädiatrischen Zentrum des Klinikums Dritter Orden biete ich eine Gruppe für Kinder und Jugendliche mit chronischen primären Kopfschmerzen und Bauchschmerzen an.
Ziel ist die Vermeidung und Verringerung von Schmerzen sowie die Förderung des Wohlbefindens und der Lebensqualität der betroffenen Kinder und Jugendlichen.
Methoden:
Ich arbeite ressourcenorientiert und kombiniere
kognitiv-verhaltenstherapeutische Methoden mit hypnotherapeutischen
Strategien. So erlernen die Kinder eine Menge Techniken für einen guten
Umgang mit Stress, Belastungen und anderen Schmerzauslösern.
Rahmenbedingungen: 6 Gruppentreffen à 90 min., 2 Elternabende, Vor- und
Nachgespräche à 30 min.
Themen der Gruppensitzungen: 1. Informationen über den Schmerz, Wohlfühlzeiten und Wohlfühlorte 2. der "richtige" Rhythmus im Alltag 3. die Stress-Balance 4. Umgang mit Sorgen und Grübelgedanken 5. "ich bin o.k.!" - Stärken und Schwächen 6. "Schmerz lass nach!"- Schmerzkontrolle
Begleitend dazu führen die Teilnehmer ein Schmerz- bzw. Erfolgstagebuch